Vergleich Wärmeversorgung: Kurzstudie zu Auswirkungen der »Bio-Treppe« in §43 GModG-E auf die Jahresgesamtkosten

Kurzstudie

Autoren

Robert Meyer, Sebastian Herkel, Fraunhofer ISE 

 

Auftraggeber

MVV Energie AG, Mannheim

 

Herausgeber

Fraunhofer ISE |  Juni 2026

 

Der Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) sieht in §43 eine sogenannte Bio-Treppe vor. Die vorliegende Studie analysiert, inwiefern sich diese »Bio-Treppe« auf die Kosten für die Versorgungstechnologie Gas-Brennwertkessel auswirkt. Zudem berechnet sie, wie sich diese Option aus Sicht eines Eigentümers im Vergleich zu Fernwärme und Wärmpumpenlösungen über den Lebenszyklus darstellt. Die Kurzstudie baut auf dem 2024 im Rahmen des ARIADNE-Projekts durchgeführten Vergleich der Jahresgesamtkosten für Heizung und Warmwasser auf. 

Deutschland steht vor der Aufgabe, die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energieträger umzustellen. Damit sollen die Klimaschutzziele erreicht und Versorgungssicherheit gewährleistet werden. Im neuen Gebäudemodernisierungsgesetz, das die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat, werden verschiedene Optionen wie die »Bio-Treppe« festgeschrieben.

Die vorliegende Analyse der möglichen Entwicklung der Jahresgesamtkosten für Heizung und Warmwasser zeigt,

  • dass über den Lebenszyklus eine Wärmeversorgung auf Basis von Wärmepumpen oder Fernwärme in der Regel kostengünstiger als eine Gasbrennwertheizung mit Biogasanteilen gemäß der »Bio-Treppe« in §43 GModG-E sein wird;
  • dass aufgrund der sehr unterschiedlichen lokalen und baulichen Voraussetzungen bei Wärmepumpen und Fernwärme die Kostenspanne für Investitionen und Infrastrukturen groß sind; und
  • dass hohe Unsicherheiten insbesondere in Bezug auf die Preisentwicklung grüner Gase für Endverbraucher bestehen.

Diese Effekte kommen umso stärker zum Tragen, je später eine Investition nach dem Jahr 2026 stattfindet. In der Konsequenz erscheint damit eine Beratung von Hauseigentümern vor Investitionen in eine neue Heizanlage weiterhin sinnvoll und notwendig.

 

 

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Arbeitsgebiet

Systemanalyse und -optimierung von Wärmepumpen

Auslegung und Regelung der Anlagenkomponenten und des Gesamtsystems  für einen effizienten und kostenoptimierten Wärmepumpenbetrieb.