Presseinformationen 2026

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  • Fahrzeuge, die selbst Solarstrom erzeugen, könnten einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors leisten. Ergebnisse des europäischen Forschungsprojekt SolarMoves legen nahe, dass sogenannte Vehicle Integrated Photovoltaics (VIPV) – in Fahrzeuge integrierte Solarmodule – den Strombedarf und die Belastung des Stromnetzes erheblich senken können. Die Untersuchungen ergaben, dass ein PKW in Mitteleuropa im besten Fall bis zu 55 Prozent seines jährlichen Energiebedarfs selbst erzeugen kann; in Südeuropa können es bis zu 80 Prozent sein.

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  • Presseinformation #12 / 2026

    Grüner Wasserstoff von der grünen Insel

    13. Mai 2026

    Hohes Windenergiepotenzial, eine gut ausgebaute Infrastruktur, staatliche Unterstützung und weitere günstige Faktoren können Irland zu einem wichtigen Akteur in der Wasserstoffwirtschaft machen. Das ist das Ergebnis des Projekts »HYreland«, in dem das technologische, wirtschaftliche und ökologische Potenzial für grünen Wasserstoff und dessen Syntheseprodukte auf der Insel analysiert wurde. Für den Export nach Deutschland wäre der Pipeline-Transport zu den Häfen Rotterdam oder Stade die günstigste Option.

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  • Nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum Kaiserslautern entfernt, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE gemeinsam mit sieben Projektpartnern die Entwicklung einer ehemaligen Industriebrache zu einem klimaneutralen Quartier aktiv begleitet. Wo zuvor das Traditionsunternehmen Pfaff 150 Jahre lang Nähmaschinen produziert hatte, sind heute vier Bestandsgebäude modernisiert in Betrieb, zudem hat die Neubebauung des Geländes begonnen. Am 12. Mai 2026 wurde die Energiezentrale des neuen Quartiers eingeweiht – ein Meilenstein für das Leuchtturmprojekt »EnStadt:Pfaff«.

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  • Durch das Aufbringen einer nur 500 Nanometer dünnen Perowskit-Zelle auf eine herkömmliche Silizium-Solarzelle steigt das theoretische Wirkungsgradlimit von 29,4 auf 43,3 Prozent. Um dieser Tandem-Technologie den Weg in die industrielle Umsetzung zu ebnen, hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE heute ein neues Labor eröffnet. Das »Pero-Si-SCALE« bietet eine unabhängige FuE-Infrastruktur und steht der deutschen und europäischen Photovoltaikindustrie zur Verfügung. Insbesondere Solarzellen- und Modulhersteller können dort neue Zelldesigns in industrienahen Fertigungsprozessen auf große Zellformate hochskalieren, umfangreich analysieren und in PV-Module integrieren.

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  • Presseinformation #10 / 2026

    Farbige Folien ermöglichen Muster auf PV-Modulen

    23. April 2026

    Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE ist es gelungen, farbige Folien mit transparenten Aussparungen zu versehen und so realistisch aussehende Motive auf Photovoltaikmodulen zu erzeugen. Auf diese Art können zum Beispiel Dachziegel imitiert werden. Die Folienschnittmuster nutzen die MorphoColor®-Technologie, eine Erfindung des Forschungsinstituts, bei der ein Farbeindruck erzeugt wird, ohne dass die Effizienz eines PV-Moduls nennenswert beeinträchtigt wird. Besucherinnen und Besucher der Messe The Smarter E / Intersolar 2026 können mit »ShadeCut« ausgestattete PV-Module am Stand A1.440 des Fraunhofer ISE besichtigen.

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  • Ob für den Aufbau einer Fertigung oder im Rahmen einer technologischen Weiterentwicklung – NEXUS GreenTech, das neue Spin-Off des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, begleitet Hersteller von Wafern, Solarzellen und PV-Modulen in Fragen rund um die Produkt-Entwicklung und Fabrikplanung. Die Gründer Dr. Jochen Rentsch, Dr. Sebastian Nold und Dr. Nico Wöhrle forschten zuvor über viele Jahre an PV-Technologien, dazugehörigen Produktionsprozessen sowie Qualitätssicherung und waren zuletzt alle drei Teil der Stabstelle PV-Technologie Transfer am Fraunhofer ISE. Sitz der Ende März gegründeten GmbH ist Freiburg im Breisgau.

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  • Bei der Stahlherstellung entstehen große Mengen sogenannter »Hüttengase«, die reich an Wasserstoff und Kohlenoxiden sind. Im Projekt Carbon2Chem® erforschen Partner aus Industrie und Forschung die stoffliche Nutzung dieser Gase. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE demonstrierte in einer Miniplant über einen Zeitraum von mehr als 5.000 Stunden die Umwandlung der gereinigten Abgase eines Stahlwerks zu Methanol. Die Modellierung des Prozesses in einem digitalen Zwilling der Anlage half den Forschenden, den Prozess zu optimieren und die Produktivität deutlich zu erhöhen. Die aufgebaute Simulationsplattform kann nun auch für andere Anwendungen wie die Herstellung von Flugkraftstoffen (Jet Fuels) genutzt werden.

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  • Für eine erfolgreiche Verkehrswende ist die Ladeinfrastruktur für den batteriebetriebenen Schwerlast- und Personenverkehr entscheidend. Hier geht der Trend zu höheren Ladeleistungen und somit auch höheren Ladeströmen und -spannungen. Das Verbundprojekt »HV-MELA-BAT« entwickelte deshalb die für das XXL-Laden notwendigen leistungselektronischen Umrichter sowie ein Kontaktsystem für hohe Ströme und Spannungen. Durch eine hohe Taktfrequenz erreicht der isolierende DC/DC-Wandler eine volumetrische Leistungsdichte von 9 kW/l bei gleichzeitig rekordverdächtiger Effizienz von 99,26 Prozent. Für die volle Ladeleistung auch am leistungsbegrenzten Netzanschlusspunkt wurde ein Pufferspeicher integriert.

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  • Ein Konsortium aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE sowie der Smart Battery Solutions GmbH gelang es, die Stahl-Verbinder zur Verschaltung von Batteriezellen beim Widerstandsbuckelschweißen durch Kupfer zu ersetzen. Damit demonstrierte das Team etwas, das in der Batterie-Branche lange als unmöglich galt: Bisher mussten Batteriehersteller, die auf leistungsfähigere, Kupfer-verschaltete Batterien umrüsten, dafür ihre Buckelschweißanlagen durch Laserschweißanlagen ersetzen.

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  • Mit dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) sind rund 11.000 Kommunen verpflichtet, bis spätestens Ende Juni 2028 eine kommunale Wärmeplanung vorzulegen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Öko-Instituts wertet nun erstmals 113 kommunale Wärmepläne für 223 Kommunen aus dem ganzen Bundesgebiet aus. Die Ergebnisse zeigen: Wärmepumpen stehen im Zentrum der kommunalen Wärmewende, wobei größere Kommunen auch stark auf Wärmenetze setzen. Zudem ist deutlich geworden, dass viele Kommunen von sinkenden Wärmebedarfen ausgehen, ohne dass klar ist, worauf genau diese Annahmen beruhen. Das Forscherteam empfiehlt daher, einen standardisierten Korridor für plausible Energieeinsparungen zu definieren. Außerdem sollten das aktuell von der Bundesregierung geplante Gebäudemodernisierungsgesetz und das Wärmeplanungsgesetz gekoppelt werden.

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