Dimethylether als Plattformmolekül

DME ist bereits heute eine wichtige Basischemikalie. Im Zusammenhang mit den großtechnisch bedeutenden Methanol-to-Chemicals und Methanol-to-Fuels-Prozessen spielt DME als Zwischenprodukt eine Schlüsselrolle. Für die Herstellung von Kraftstoffen wie Sustainable Aviation Fuels (SAF)/Kerosin, Diesel und Benzin aus Methanol oder DME ist die Olefinsynthese der entscheidende Prozessschritt. Hier bietet DME im Vergleich zu Methanol zahlreiche Vorteile hinsichtlich Katalysatorstabilität, Reaktionsgeschwindigkeit und Selektivität. Es konnte gezeigt werden, dass die DME-to-Olefin-Reaktion höhere Olefin-Ausbeuten als der vergleichbare Methanol-to-Olefins-Prozess ermöglicht. Gleichzeitig ist mit dem Einsatz von DME eine verringerte Exothermie und ein geringerer Wasserbedarf des Reaktionsmediums verknüpft. Beides wirkt sich vorteilhaft auf die Katalysatorlebensdauer aus. In Summe resultiert daraus ein großes Potenzial, um auf Basis von DME Kraftstoffe und Chemikalien effizienter, CO2-ärmer und kostengünstiger herzustellen.

© Fraunhofer ISE
Ergebnisse aus dem Projekt "E-Fuels fürs LÄND": Vergleich der Gestehungskosten für Benzin Referenz-Szenario (links: Methanol) und Innovations-Szenario (rechts: DME). Als Exportregionen werden Finnland, Spanien und Brasilien betrachtet. Die Prozessschritte, die in Baden-Württemberg stattfinden, sind durch eine Schraffur gekennzeichnet.

Unsere FuE-Leistungen im Bereich »Dimethylether als Plattformmolekül«

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