Industrieprozesse benötigen große Mengen Wärme – häufig als Heißwasser, Druckheißwasser oder Dampf. Groß- und Hochtemperaturwärmepumpen gelten als die zentrale Alternative zur fossilen Wärmeerzeugung. Dazu müssen Anlagen, Komponenten und Betriebsführung auf hohe Temperaturen und dynamische Einsatzbedingungen ausgelegt werden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE haben in einem neuen Teststand für Hochtemperaturwärmepumpen die Bereitstellung von Prozessdampf bis zu 160 °C sowie von Druckheißwasser detailliert analysiert. Zudem wurden bei einem Monitoring von fünf Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen Erkenntnisse zu Auslegung und Betriebsführung aus dem realen Anlagenbetrieb gewonnen. Es zeigte sich, dass Großwärmepumpen im realen Betrieb zuverlässig funktionieren und die erforderlichen Betriebspunkte erreichen, wenn die Komponenten, Regelung, hydraulische Einbindung und Betriebsstrategie richtig ausgelegt und umgesetzt werden.
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