Ziel
Source Energy wandte sich im Jahr 2023 an das Fraunhofer ISE,
- um die Qualität und Robustheit ihrer PV-Module und -Anlagen weiter zu verbessern
- die Kosten durch den Aufbau einer halbautomatisierten Produktionslinie weiter zu senken.
Wir sind diese Aufgabe gemeinsam mit ihnen angegangen, indem wir eine neue Zellverschaltungstechnologie auf Basis von Schindel-Matrix einführten. Bei diesem technologischen Ansatz werden einzelne Solarzellen in Streifen – Schindeln – geschnitten und mit leicht überlappend, versetzt zueinander angeordnet, ähnlich wie bei einem Mauerwerk. Ein elektrisch leitfähiger Klebstoff verbindet die Solarzellen miteinander.
Drei Vorteile machen die Schindel-Matrix-Verbindung zur perfekten Lösung für den Weltraumeinsatz: Die Matrixstruktur ermöglicht es dem Strom, beschädigte Bereiche zu umfließen, wodurch das Modul widerstandsfähig gegen Einschläge kleiner Meteoriten oder Weltraummüll ist. Zusätzlich ermöglicht die Verschaltung eine hohe Flexibilität bei der Anordnung, wodurch eine Vielzahl von Modul- und Flügel-Größen möglich ist. Drittens führt die Verbindung mittels leitfähigem Klebstoff dazu, dass die Solarmodule widerstandfähiger gegenüber den im Weltraum herrschenden extremen Temperaturunterschieden sind, als sie es mit herkömmlichen Drahtverbindungen wären.
Lösungsansatz
Das Fraunhofer ISE entwickelte gemeinsam mit Source Energy Solarmodule sowie kleine und große Solarflügel für Weltraumanwendungen, die alle auf der Schindel-Matrix-Technologie basieren, und unterstützte die Linienplanung für die Modulproduktion. Der deutsche Maschinenbauer M10 Solar Equipment lieferte einen Schindel-Matrix-Stringer als Kernanlage für die neue Fertigungslinie.