Lösungsansatz
Zur Erreichung dieser Ziele verfolgt das Projekt einen integrierten Lösungsansatz, der technologische, digitale und prozessuale Innovationen miteinander verbindet. Dazu gehören einerseits demontageorientierte Fassadendesigns, die Standardisierung von Scheibenmaßen sowie Ökobilanzierungen nach ISO 14040/44, um die ökologischen Wirkungen der entwickelten Lösungen systematisch zu bewerten.
Bestandsgläser werden andrerseits mithilfe KI-gestützter Verfahren erfasst und hinsichtlich ihrer Wiederverwendbarkeit und Recyclingfähigkeit bewertet. Ergänzend wird ein mobiler Zerlegungsprototyp weiterentwickelt und Konzepte für Sensoriken, Bildverarbeitung und die automatische Trennung erarbeitet, um die Rückbau- und Sortierprozesse effizienter zu gestalten.
Darauf aufbauend entstehen Entscheidungs- und Produktionsplanungsalgorithmen, die die Weiterverwendung und Rückführung der Gläser optimieren. Ein zentrales Datenmanagement-System mit standardisierten Datenformaten und APIs schafft die notwendige digitale Grundlage für einen durchgängigen Informationsfluss entlang der Prozesskette. Ergänzt wird dies durch Konzepte für Zwischenlagerstätten und digitale Vermarktungsansätze, etwa in Form eines Webshops, für wiederverwendbare Gläser in den glasverarbeitenden Betrieben.
Die entwickelten Lösungen werden in einem Proof of Concept erprobt und sowohl wirtschaftlich, logitisch als auch ökologisch bewertet. Unterstützend sorgen Publikationen und Beiträge zur Normung dafür, dass die Ergebnisse in Praxis, Markt und Fachwelt getragen werden.