Für die Vermessung eines Perowskit-Silizium-Moduls mit Solarzellen im M6-Format setzte das CalLab PV Modules des Fraunhofer ISE einen neuen multispektralen Sonnensimulator ein, mit dem sich die Effizienz von Tandem-PV-Modulen bestimmen lässt. Beide Zellschichten müssen dabei von unterschiedlichen LED-Lichtquellen unter möglichst genau den Bedingungen bestrahlt werden, unter denen sie auch bei natürlichem Sonnenlicht Strom produzieren würden, um so präzise und reproduzierbar die Leistung des Solarmoduls bestimmen zu können. Der Wirkungsgrad wurde über die designierte Fläche (da) von 1,68 Quadratmetern berechnet. Das angewendete Verfahren validierte das CalLab zusätzlich mit Freilandmessungen.
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Bei der Reakkreditierung als unabhängiges Kalibrierlabor gemäß der neuen, strenger gewordenen Norm DIN EN ISO/IEC 17025: 2018 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) erreicht das CalLab PV Modules einen weltweiten Spitzenwert von 1,1 % Messunsicherheit in der Kalibrierung von Photovoltaikmodulen. Die Reproduzierbarkeit der Messungen liegt sogar bei lediglich 0,2 Prozent. Es ist damit weiter weltweit führend.
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Das CalLab PV Moduls wird vom Prüf- zum Kalibrierlabor: Am 24. März 2015 bestätigte die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) die Kompetenz von CalLab PV Modules gemäß DIN EN ISO/IEC 17025:2005 zur Durchführung von Kalibrierungen im Bereich der Photovoltaik. Dabei setzt das Labor direkt neue Maßstäbe. Es wird aus dem Stand heraus zum ersten akkreditierten Labor weltweit mit einer Messunsicherheit von nur 1,6 %.
Kalibrieren heißt, ein Messobjekt mit einer genau vermessenen Referenz zu vergleichen, dabei kann eine ununterbrochene Messkette bis hin zu einem nationalen Normal (z. B. Urmeter) nachgewiesen werden. In bestimmten Fällen, z. B. bei Waagen ist das eine hoheitliche Aufgabe, die nur von staatlichen Institutionen wie der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB überwacht werden darf. Dann nennt man es eichen. Das CalLab PV Cells arbeitet seit seinem Bestehen eng mit der PTB zusammen, ist nach verschiedenen Verfahren zertifiziert und als seit 2008 auch als Kalibrierstelle akkreditiert.
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Ab 1991 konnte man auch PV-Module ins CalLab schicken, um deren Leistung zu prüfen. Am Anfang geschah dies noch in Außentestständen unter abgeglichenen „Realbedingungen". Fünf Jahre später nahm das Callab-Team einen sogenannten „Flasher" in Betrieb. Mit standardisierten Lichtblitzen misst man ab jetzt indoor in einem ansonsten komplett abgedunkelten Raum.
Im Jahr 1986 gründete sich das CalLab PV Cells, fünf Jahre später folgte das CalLab PV Modules. Das gemeinsame Kalibrierlabor misst die Leistung von Solarzellen und -module verlässlich reproduzierbar und absolut vertraulich. Außerdem verschicken wir Referenzsolarzellen und Referenzmodule an PV-Hersteller und andere Forschungseinrichtungen von Freiburg in die ganze Welt. Bei seiner Gründung arbeiteten drei Personen im CalLab. Heute kalibrieren 30 Mitarbeitende etwa 2500 Solarzellen und 5000 Solarmodule pro Jahr.