Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale Wasserstoffwirtschaft Ostdeutschland

H2 Ostdeutschland

Welche Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale bietet die Wasserstoffwirtschaft für Ostdeutschland? Diese Frage beantwortet eine neue Studie der Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO). Gemeinsam mit dem WifOR Institut und dem Fraunhofer ISE werden bis 2045 die wirtschaftlichen Chancen entlang der Elektrolyse-Wertschöpfungskette szenarienbasiert analysiert – von der Komponentenfertigung bis zum Arbeitsmarkt. Die Ergebnisse liefern eine evidenzbasierte Grundlage für Industrie-, Struktur- und Fachkräftepolitik in der Region.

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Schicht für Schicht: Membranen, Bipolarplatten und Endplatten werden zu Elektrolysestacks.

Ausgangslage

Der Aufbau einer strombasierten Wasserstoffwirtschaft gilt als zentraler Baustein der Energiewende. Zahlreiche Studien analysieren globale Nachfragepotenziale und den Hochlauf von Elektrolysekapazitäten – doch belastbare Daten zu den konkreten Wertschöpfungs- und Arbeitsmarkteffekten auf Ebene einzelner Technologien und Komponenten fehlen bislang weitgehend. Für Ostdeutschland – mit gewachsenen Industriestrukturen, energieintensiven Standorten und starker Forschungslandschaft – besteht daher ein besonderer Bedarf: Ohne eine fundierte, regional differenzierte Datenbasis können industrie-, arbeitsmarkt- und strukturpolitische Entscheidungen nicht evidenzbasiert getroffen werden. Genau hier setzt die vorliegende Studie an.

Ziel

Ziel der Studie ist die systematische, szenarienbasierte Quantifizierung der Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale der strombasierten Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland bis 2045. Im Mittelpunkt stehen Elektrolysetechnologien sowie ihre Hauptkomponenten und Wertschöpfungsketten. Die Studie soll ein umfassendes Bild der ökonomischen und beschäftigungsseitigen Chancen liefern – von der Komponentenfertigung bis hin zu Berufs- und Qualifikationsstrukturen. Ergänzend sollen Resilienzrisiken entlang industrieller Lieferketten sowie potenzielle Abhängigkeiten von kritischen Rohstoffen und Vorprodukten eingeordnet werden.

Lösungsansatz

Das Fraunhofer ISE verantwortet die technologische Grundlage: Eine systematische Bottom-up-Analyse der Elektrolysetechnologien (AEL, PEM, AEM, HT) samt Hauptkomponenten, Wertschöpfungsketten und einer Bestandsaufnahme ostdeutscher Hersteller und Zulieferer. Darauf aufbauend entwickelt das ISE konsistente Marktszenarien bis 2045. Das WifOR Institut überführt diese Ergebnisse in ein volkswirtschaftliches Input-Output-Modell und quantifiziert szenarienbasiert Wertschöpfungs-, Beschäftigungs- und Qualifikationseffekte für Ostdeutschland. Abschließend analysieren beide Partner gemeinsam die Resilienz industrieller Lieferketten.

Förderung

Das Projekt »H2 Ostdeutschland«  wird von der Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) e.V. gefördert.

Nachhaltigkeitsziele

Das Forschungsprojekt »H2 Ostdeutschland« trägt in diesen Bereichen zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele bei:

Weitere Informationen zu diesem Forschungsthema

Geschäftsfeldthema

Hydrogen System Analysis

Geschäftsfeld

Wasserstofftechnologien