Ausgangslage
EPD (Environment Product Declarations) informieren bei den im Bauwesen eingesetzten Produkten über ihre Umweltauswirkungen im gesamten Lebenszyklus. Damit kann für Gebäude eine ganzheitliche Bewertung hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit erfolgen. In vielen Ländern und Regionen sind EPD Voraussetzung für öffentliche Ausschreibungen und Bauprojekte. Da es sich bei EPD um Umweltzeichen vom Typ 3 handelt, sind Neutralität und eine unabhängige, wissenschaftliche Überprüfung eingehender umweltrelevanter Daten ein wichtiges Kriterium für ihre Bestimmung.
Ausgangspunkt des Projektes waren konkrete Lücken in bereits existierenden Regelwerke (»NPCR 029« , »EPDItaly014« ). Fehlende explizite Ertragsberechnung, uneinheitliche Ertragsannahmen, fehlende Berücksichtigung von Nutzungsphase und Systemgrenze sowie unklare Abgrenzungen jenseits der Module führten hier zu Problemen. Die Forschungslücke betraf die fehlende Harmonisierung von Modul- und System-PCR und Defizite bei Gebäudebeziehungen im Lebenszyklus.