Lösungsansatz
Die Arbeiten des Fraunhofer ISE‑Instituts verbinden Modellierung und Validierung mit operativer Datenerfassung und -analyse und schaffen so ein generisches Simulations‑ und Planungstool sowie praxisnahe Leitfäden. Ein modularer, datengetriebener Ansatz nutzt messgestützte Betriebsdaten der Demonstrationsanlage und ergänzende Pilotdaten zur Ableitung von Parametern, Verlustmechanismen und dynamischen Kennlinien. Modellaufbau und Validierung erfolgen stufenweise in einer dynamischen Simulationsumgebung (Modelica /Dymola) mit Kalibrierung an realen Betriebsphasen (>3000 h) und quantifizierter Unsicherheitsabschätzung. Aus dem detaillierten Modell werden parametrisierbare Surrogatmodelle mit standardisierten Schnittstellen (z. B. Mocup) abgeleitet. Dabei sollen validierte Modellbausteine für typische Prozessschritte (wie z.B. Trocknung, Destillation, Dampferzeugung), Bediener‑ und Integrationstemplates, Guidelines zur Datenerfassung sowie ein Upgrade‑/Wartungskonzept inklusive anonymisierter Datensätze generiert werden.