Standards für Wasserstoff- und Brennstoffzellensysteme – Garant für saubere Mobilität

2.3.2018

Zum 7. Workshops der Veranstaltungsreihe »Zulassung – Zertifizierung – Normung« für Brennstoffzellen und Wasserstoff, der am 27. und 28. Februar 2018 am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg stattfand, waren gleich mehrere der über 60 Workshop-Teilnehmer mit insgesamt neun Brennstoffzellen-Fahrzeugen angereist. Dank der heute mehr als 40 deutschen und europaweit fast 70 öffentlichen Wasserstoff-Tankstellen hatten auch die Oldenburger Teilnehmer mit mehr als siebenhundert Kilometer Anfahrtsweg keine Probleme bei der Anreise. Alle Brennstoffzellen-Fahrzeuge konnten für die Rückfahrt an der Freiburger Wasserstoff-Tankstelle, die vom Fraunhofer ISE betrieben wird, befüllt werden.

Teilnehmer WZZN
© Fraunhofer ISE / Joscha Feuerstein

Die Teilnehmer des Workshops „Zulassung-Zertifizierung-Normung“ an der Wasserstoff-Tankstelle des Fraunhofer ISE.

WZZN
© Fraunhofer ISE / Joscha Feuerstein

Teilnehmer und Referenten des Workshops kamen auch in diesem Jahr aus vielen verschiedenen Branchen: vom Ingenieurbüro über verschiedene wissenschaftliche Institutionen bis hin zu Vertretern aus der Automobilbranche.

»Heute kann ich mit dem gleichen Tankstutzen und einer einzigen Tankkarte mit allen am Markt erhältlichen Brennstoffzellen-Fahrzeugen deutschlandweit Wasserstoff tanken«, sagt der Normungs-Experte Thomas Jungmann vom Fraunhofer ISE.

Während das Tanken mit Wasserstoff bereits einer weitgehenden internationalen Standardisierung unterliegt, haben die Teilnehmer des Freiburger Workshops sich über den weiteren Bedarf an Standardisierungen für die breite Marktdurchdringung von Wasserstoff- und Brennstoffzellenanwendungen abgestimmt. Der Fokus lag bei der aktuellen Veranstaltung auf der Normierung und Abstimmung zur Qualität von Wasserstoff und Brennstoffzellensystemen als Voraussetzung für einen zuverlässigen und sicheren Betrieb. Die Teilnehmer erhielten einen vielfältigen Einblick in die verschiedenen Normen, Regularien und Gesetze in diesen Bereichen. »Diese grundlegenden Informationen wurden von den Referenten sehr anschaulich dargelegt«, sagt Jürgen Hunger vom Zentrum für Solar- und Wasserstofftechnologien Baden-Württemberg (ZSW), einer der Veranstalter des Workshops.

Die Teilnehmer und Referenten kamen auch in diesem Jahr aus vielen verschiedenen Branchen: vom Ingenieurbüro über verschiedene wissenschaftliche Institutionen bis hin zu Vertretern aus der Automobilbranche. »Diese Vielfältigkeit der Teilnehmer zeigt die Wichtigkeit der Thematik der Zulassung, Zertifizierung und Normung in den adressierten Branchen«, sagt Joachim Jungsbluth vom Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT). Die Einbindung in die Normung fasste Dr. Alexander Dyck vom DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme am Ende der Veranstaltung als Fazit zusammen: »Standards sichern einen langfristigen Betrieb und die Vergleichbarkeit der Brennstoffzellen-Produkte.«

Alle Teilnehmer haben die zahlreichen Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch rege genutzt. So konnten viele der zum Workshop mitgebrachten Fragen direkt von den Experten beantwortet werden.

Die mittlerweile fest etablierte Workshop-Reihe zu Themen der Standardisierung und Normierung in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik wird gemeinsam von den Forschungsinstituten DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme (ehemals NEXT ENERGY), ZBT, ZSW und Fraunhofer ISE veranstaltet. Alle Organisatoren arbeiten in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien zu Themen von Normierung und Qualitätssicherung. Der nächste Workshop dieser Reihe findet am 26. und 27.Februar 2019 am ZBT in Duisburg statt.