Wasseraufbereitung und Stofftrennung

Süßwasser macht weniger als 3 % des weltweit verfügbaren Wassers aus, von dem weniger als 1 % zur Nutzung durch den Menschen zugänglich ist. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung und dem damit steigenden Wasserbedarf wird es zwingend erforderlich, auch salzhaltige Wasserressourcen zu erschließen. Vor diesem Hintergrund hat das Fraunhofer ISE sein Fachwissen in diesem Bereich aufgebaut und bietet F&E-Leistungen in folgenden Arbeitsgebieten an:

 

Wasser-Energie-Nexus

 

Membrantechnologie

 

Stofftrennung

Wasser stellt die natürliche Ressource dar, die von den 7 Milliarden Menschen, die auf unserem Planeten leben, am meisten genutzt wird. Durch rücksichtslose Verwendung und unsachgemäße Entsorgung dieser kostbaren Ressource könnte sie bald knapp und für den Gebrauch untauglich werden. Am Fraunhofer ISE arbeiten wir daran, energieeffiziente und nachhaltige Verfahren zu entwickeln, um Rohwasser aufzubereiten und Abwasser zu recyceln und somit die Kluft zwischen Wasserverbrauch und natürlicher Regeneration von Wasserressourcen zu verringern. Von der Analyse und Auswahl der Wasseraufbereitungstechnik bis zur Komponentenentwicklung und Konstruktion werden die Forschungs-, Beratungs- und Entwicklungsaktivitäten von der Gruppe »Wasseraufbereitung und Stofftrennung« durchgeführt.

Angesicht der Vielzahl an Themen, die wir abdecken, liegt unser Fokus auf Projekten zum Wasser-Energie-Nexus, zur Stofftrennung - der Gewinnung von Mineralien und Flüssigkeit aus Abwasser - sowie zur Membrantechnologie. Das Arbeitsthema Wasser-Energie-Nexus (WEN) wurde auf Grundlage unserer langjährigen Erfahrung und unseres Know-hows in den Bereichen Entsalzung mit erneuerbaren Energien, Energie-Wasser-Systemen und der Entwicklung von autonomen Wasseraufbereitungsmodulen entwickelt. In der jüngsten Vergangenheit haben wir Projekte zur Gewinnung von Mineralien und Flüssigkeit aus Abwasser aus dem Bergbau und der chemischen Industrie in Angriff genommen. Dieser Bereich stellt heute ein weiteres Themenfeld unserer Gruppenaktivitäten dar. Ausgestattet mit hochmodernen Membrantestständen für Ultrafiltration und Umkehrosmose und als Technologieführer im Bereich der Membrandestillation, führt unsere Gruppe Tests, Simulationen und Analysen durch und entwickelt Membranen für die Wasseraufbereitung und -stofftrennung.

Zu diesem Thema aus unserem Forschungsblog »Innovation4E«:

Von Meerwasser zu mehr Wasser: Verfahren der solaren Wasseraufbereitung

Blogbeitrag von Joachim Koschikowski

Dr. Joachim KoschikowskiKurz nach den Sommerferien haben viele den Strandurlaub noch gut in Erinnerung. Meerwasser heißt für die lokale Bevölkerung aber leider oft nicht mehr Wasser. Zumindest keines, das für den Menschen nutzbar ist. Salz, Schadstoffe und Abwässer verunreinigen den lebensnotwendigen Rohstoff. Forscher am Fraunhofer ISE – mich eingeschlossen – beschäftigen sich seit vielen Jahren mit innovativen Verfahren zur solaren Wasseraufbereitung.

Weiterlesen auf blog.innovation4e.de

Ausgewählte Forschungsprojekte

 

SEArcularMINE

Rohstoffgewinnung aus Meerwasserkonzentrat

 

Vom Chilesalpeter zum Solarsalz

Aufbau und Bewertung des kontinuierlichen Betriebs eines Herstellungsprozess von reinem Natriumnitrat aus Solen eines vorgeschalteten Auswaschungsprozesses

 

ReWaCEM

Resource Recovery from Industrial Waste Water by Cutting Edge Membrane Technologies

Joachim Koschikowski

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Dr. Joachim Koschikowski

Wasseraufbereitung und Stofftrennung

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Joachim Went

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Dr. Joachim Went

Wasser-Energie Nexus, Mineralien- und Flüssigkeitsrückgewinnung

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Heidenhofstr. 2
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Daniel Winter

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Dr. Daniel Winter

Membrantechnologie, Mineralien- und Flüssigkeitsrückgewinnung

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Heidenhofstr. 2
79110 Freiburg

Telefon +49 761 4588-5353

Veröffentlichungen

 

 

News / 27.3.2017

Wiederverwendung von industriellem Abwasser

Für die ökonomische und ökologische Sicherstellung der Wasserverfügbarkeit gewinnt die Wiederverwendung kommunaler sowie industrieller Abwässer und Prozessfluide weltweit immer mehr an Bedeutung. Das Verbundvorhaben »Konzentrate aus der Abwasser-Wiederverwendung« (HighCon) hat deshalb das Ziel, innovative, mehrstufige und selektive Prozesse zu entwickeln, die eine nahezu vollständige Wiederverwertung der anfallenden Konzentrate ermöglichen.