PV-Batterie-Inselnetze: Simulation, Auslegung, Qualitätssicherung

Erneuerbar gespeiste Inselnetze mit einem netzbildenden Batteriewechselrichter können vor allem in entlegenen Regionen die Stromgestehungskosten deutlich senken. Dabei ist die Errichtung großer Inselnetze, wie für Industrieparks, aber auch für ganze Städte, besonders komplex, da die Verteilung der Stromerzeuger und Batteriespeicher netztopologisch unter Berücksichtigung von Grundstücks- und Infrastrukturkosten optimiert werden muss.

Inselnetz MRO
© CSIRO Australien

Energieversorgung des Murchison Radioastronomy Observatory (MRO) in Westaustralien mit großem Inselnetz.

Unabhängige Studien während der Planungsphase zur Systemauslegung und Qualitätssicherung können das Risiko für Projektentwickler, Investoren und Versicherer deutlich senken. Dies bildet die Basis für die Finanzierbarkeit, aber auch die Versicherung des Betriebs (Garantie und Performance) von derartigen kapitalintensiven elektrischen Infrastrukturen.

Im Projektvorhaben »Square Kilometre Array (SKA)« wird auf einer Fläche von mehr als 1500 km² in Westaustralien ein Radioteleskop mit mehr als 130 000 Antennen errichtet. Die geographische Verteilung der Last sowie auch der gesamte Energieverbrauch von ca. 25 GWh im Jahr soll über  mehrere große Inselnetze realisiert werden. Das Fraunhofer ISE hat für dieses Projekt ein optimiertes Systemdesign inklusive der dafür benötigten  Simulation der PV-Batterie-Stromversorgung sowie eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung durchgeführt. Des Weiteren haben wir durch Empfehlungen  zur Komponentenwahl und Optimierungen bei der Systemintegration eine ganzheitliche Qualitätssicherung für das Projekt auf der Planungsseite erzielt.