2. Internationale Konferenz AgriVoltaics findet vom 14. bis 16. Juni statt

21. Mai 2021

Agri-Photovoltaik verbindet die landwirtschaftliche Nutzung von Flächen mit der Erzeugung von elektrischer Energie durch Photovoltaik. Sie bietet die Chance, Lösungen für die Nahrungsmittelproduktion und gleichzeitige Stromerzeugung unter Berücksichtigung von Bodenschutz und Wassereinsparung zu entwickeln. Die AgriVoltaics ist die erste internationale Konferenz, die sich dieser Technologie widmet. Ihre zweite Ausgabe, die vom 14. bis 16. Juni als Online-Veranstaltung stattfindet, wird Aspekte von der Forschung bis zur praktischen Anwendung abdecken. Das Programm umfasst wissenschaftliche Präsentationen und hochrangige Keynote-Vorträge. Eine Ausstellung und eine Tour zu Installationen, von innovativen Pilotanlagen bis hin zu Best-Practice-Beispielen, runden das Programm ab.

Agri-Photovoltaik – Projekt APV-RESOLA in Heggelbach beim Bodensee
© Fraunhofer ISE
Agri-Photovoltaik kombiniert die Produktion von Nahrungsmitteln und die Stromerzeugung.

»In einigen Ländern wurden bereits erfolgreich Agri-Photovoltaik-Systeme installiert, während das Konzept in den meisten Regionen der Welt noch weitgehend unbekannt ist. Diese Konferenz ist eine Gelegenheit, die wissenschaftliche Gemeinschaft zu vernetzen und den internationalen Austausch zu fördern, um Agri-Photovoltaiksysteme und -technologien weltweit voranzubringen. Wir werden den Fokus darauf legen, Menschen, Wissen und Ideen zusammenzubringen«, sagt Max Trommsdorff, Conference Chair der AgriVoltaics 2021 und Leiter der Gruppe Agri-Photovoltaik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Gemeinsam mit dem französischen Forschungsinstitut INRAé und dem Konferenzveranstalter PSE Conferences & Consulting hatte das Fraunhofer ISE die AgriVoltaics im Jahr 2020 initiiert.

Die Konferenz bietet wissenschaftlichen Austausch auf hohem Niveau und Vernetzungsmöglichkeiten für Forscher aus PV und Landwirtschaft (einschließlich Agrarwissenschaften, Biologie und Hydrologie) und diejenigen, die »dazwischen« arbeiten, Hersteller von PV-Modulen, Montage- und Trackersystemen, EPC-Firmen, Produzenten erneuerbarer Energien sowie Anbieter von Landmaschinen und Saatgut, Landwirtschaftsverbände und ähnliche Interessengruppen sowie Experten aus Politik und Finanzen.

Die Konferenz deckt vier Themenkomplexe ab:

Agri-Photovoltaik-Systeme

- Systembewertung und Leistungsindikatoren

- Systemmodelle und Simulation

- Systeme zur Entscheidungsunterstützung und Optimierungsmethoden

 

Management der landwirtschaftlichen Produktion unter PV-Modulen

- Schattentoleranz, Anpassung der Pflanzen an Agri-Photovoltaik-Systeme

- Modelle zum Pflanzenwachstum

- Sortenwahl

- Pflanzenpathologie

- Agronomische Überwachung

- Nutztierhaltung

- Wassermanagement, Regennutzung und Wasserspeicherung

- Bodenschutz

 

Technische Aspekte

- Datenaustausch und Analytik

- PV-Module für die Agri-Photovoltaik (bifazial, Dünnschicht, organische PV, bleifreie Perowskitmodule, Spektralspaltung, CPV...)

- Agri-Photovoltaik-Montagesysteme und -Geometrien (Reihenabstände, vertikale Abstände, PV-Reihenbreite, Tracker usw.)

 

- Verschattungsverhältnisse

 

- Fallbeispiele, Best-Practice-Technologien

 

- Qualitätssicherung und Standardisierung, Sicherheit

 

- Smart Farming und Lösungen für künstliche Intelligenz

 

Ökologische, rechtliche und sozio-ökonomische Aspekte

 

- Rechtlicher Rahmen der Agro-Photovoltaik

 

- Auswirkungen auf die Umwelt

 

- Agri-Photovoltaik in der Politik

 

- Gesellschaftliche Akzeptanz

 

- Förderung und Verbreitung der Agri-Photovoltaik

 

- Ethik der Agri-Photovoltaik

 

- Ökonomie der Agri-Photovoltaik

 

- Potenzial-Analyse