Wiederverwendung von industriellem Abwasser – Fraunhofer ISE an Verbundvorhaben HighCon beteiligt

27.3.2017

Für die ökonomische und ökologische Sicherstellung der Wasserverfügbarkeit gewinnt die Wiederverwendung kommunaler sowie industrieller Abwässer und Prozessfluide weltweit immer mehr an Bedeutung. Das Verbundvorhaben »Konzentrate aus der Abwasser-Wiederverwendung« (HighCon) hat deshalb das Ziel, innovative, mehrstufige und selektive Prozesse zu entwickeln, die eine nahezu vollständige Wiederverwertung der anfallenden Konzentrate ermöglichen.

Membrandestillation
© Foto Fraunhofer ISE

Teststand zur automatisierten Vermessung des Wasser-Eintritt-Drucks hydrophober, poröser Membranen wie sie für die Membrandestillation verwendet werden.

Basierend auf den Anforderungen ausgewählter Industriebranchen werden in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt »HighCon« innovative Technologien wie u. a. die Membran-Destillation, die selektive Niedertemperatur-Destillation-Kristallisation sowie die monoselektive Elektrodialyse weiterentwickelt und an spezifische Anwendungen angepasst. So soll die Aufbereitung  von Industrieabwässern dazu führen, dass enthaltene Wertstoffe zurückgewonnen und wiederverwertet werden können, sauberes Wasser bereitgestellt wird und der zu entsorgende Abwasserstrom auf ein Minimum reduziert wird. Industrieabwässer stellen heute weltweit ein großes Problem dar, da deren Konzentrate Salze, schwer abbaubare organische Verbindungen und unter Umständen auch Schwermetalle enthalten, die in die Umwelt gelangen können.

Das Fraunhofer ISE beteiligt sich mit dem von der Arbeitsgruppe »Wasseraufbereitung und Stofftrennung« entwickelten Know-How an dem Verbundprojekt HighCon.

Die beiden Technologien Membrandestillation und Elektrodialyse wurden bislang am Fraunhofer ISE u. a. für die solar betriebene Meer- und Brackwasserentsalzung weiterentwickelt. Im Projekt »HighCon« kommen sie nun zur Wertstoffrückgewinnung und Behandlung von Konzentraten aus Industrieabwässern zum Einsatz.

Mehr Information zum Projekt

Das Vorhaben wird vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut und von der Technischen Universität (TU) Berlin, Fachgebiet Umweltverfahrenstechnik, koordiniert. Ausführlichere Informationen vermittelt die Presseinformation der TU Berlin.