Umfrage: Wie der Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungssektor die Energiewende gestalten kann

17.3.2017

Das interdisziplinäre Projekt »FlexControl« erforscht Möglichkeiten, wie Gebäudebetreiber gewinnbringend die Energiewende unterstützen können. Im Projekt werden dafür neuartige, praxistaugliche Betriebsführungsstrategien für eine netzdienliche Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden entwickelt. Um die notwendigen Anforderungen der Anlagenbetreiber an den realen Betrieb zu erfassen, führt das Fraunhofer ISE als Projektkoordinator eine deutschlandweite Umfrage im GHD-Sektor durch. Ziel der Umfrage ist es die Bereitschaft von Gebäudebetreibern für einen netzdienlichen Anlagenbetrieb bei unterschiedlichen Anreizmodellen zu untersuchen.

Eine Teilnahme an der Umfrage ist bis zum 01. Mai 2017 unter folgendem Link möglich:
https://www.soscisurvey.de/flexcontrol/.
Die Beantwortung nimmt rund 10 Minuten in Anspruch.

 

Der steigende Anteil fluktuierender erneuerbarer Energien führt zu starken zeitlichen Schwankungen in der Stromproduktion. Durch die Entwicklung hin zu einer zunehmend dezentralen Versorgung entstehen lokale bzw. regionale Differenzen zwischen Erzeugung und elektrischer Last, was erhöhte Anforderungen an die Stabilität der Stromnetze stellt. Auf Grund dieser Veränderung im Energiesystem stehen auch Gebäudebetreiber zukünftig vor der Herausforderung den Betrieb bzw. die Wärme- und Kälteversorgung netzdienlich zu gestalten. Welche speziellen Anforderungen der GHD-Sektor an eine netzdienliche Wärme- und Kälteversorgung hat und welche Anreize für eine Umsetzung geeigneter Betriebsstrategien geschaffen werden können, soll in der Umfrage des Fraunhofer ISE im Rahmen des Projekts »FlexControl« ermittelt werden. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse soll ermittelt werden wie die Akzeptanz von Gebäudebetreibern ist. Des Weiteren sollen im Projekt mit Hilfe von Simulationsmodellen und gekoppelten Optimierungsalgorithmen Regelstrategien für den netzdienlichen Betrieb realer Anlagen bestimmt werden. Aus dem optimalen Systemverhalten werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wiederum anwendungsnahe Regeln ableiten und hinsichtlich ihrer Praxistauglichkeit testen.

Das Projekt »FlexControl« wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE, der Technischen Universität Dresden, den Hochschulen für angewandte Wissenschaften Biberach und Ruhr West sowie der Robert Bosch GmbH.