Schwimmende Photovoltaik

Floating Photovoltaics (FPV)

Schwimmende Photovoltaik

Schwimmende Photovoltaik (FPV) ( von engl. "Floating Photovoltaics") bezeichnet PV-Kraftwerke, deren Module auf Schwimmkörpern auf einem stehenden Gewässer oder auf dem Meer angebracht sind. FPV verzeichnete in den letzten Jahren weltweit ein sehr dynamisches Wachstum mit über 1,1 GW an installierter Leistung Mitte 2018.

Quick-Facts: Schwimmende Photovoltaik (FPV)

  • Installierte Leistung weltweit ca. 1,1 GW
  • Technisches Potenzial in Deutschland ca. 55 GWp (nur Tagebau)
  • Vorteile:
    • erhöhte Stromproduktion wegen Kühleffekt des Gewässers
    • weniger Wasserverluste durch Verdunstung
    • geringere Wassertemperatur wegen partieller Verschattung
  • Herausforderungen:
    • erhöhter Montage- und Serviceaufwand
    • Beschränkung auf ökologisch unbedenkliche Materialien wegen Gewässerschutz

Anwendungsmöglichkeiten

In Deutschland kommen geflutete Tagebauflächen, Kiesgruben und teilweise Stauseen in Betracht. Die erste FPV-Anlage Deutschlands ist seit Ende Mai 2019 mit einer Leistung von knapp 750 kW am Netz, auf einem Baggersee bei Renchen/Baden. Der Strom wird zum Großteil direkt von dem anliegenden Kieswerk verbraucht.

Schwimmendes PV-Kraftwerk
© Ossola GmbH, Foto: Jörg Wilhelm

Schwimmendes PV-Kraftwerk mit einer Leistung von 750 kW bei Renchen/Baden.

Schwimmende PV in Japan
© Ciel & Terre International

Schwimmende Photovoltaik in Japan.