Ergebnisse
Das Projekt »PRONTO« demonstriert skalierbare Trockenbeschichtungsverfahren zur Herstellung von Elektroden, die im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren die Trocknungskosten und den Lösungsmittelverbrauch senken. Dank Materialinnovationen hat PRONTO Hartkohlen mit spezifischen Kapazitäten von über 300 mAh/g sowie nachhaltige Schicht-Oxid-Kathoden mit Anfangskapazitäten von über 180 mAh/g entwickelt. Optimierte Elektrodenstrukturen ermöglichen hohe Aktivmaterialgehalte und dicke Elektroden von bis zu 900 µm, wodurch in Prototyp-Pouch-Zellen Flächenkapazitäten von bis zu 10 mAh/cm² und Energiedichten von über 130 Wh/kg erreicht werden.
Die Modellierungsarbeiten der Universität Stuttgart unterstützten die iterative Auslegung der Elektroden, wobei der Schwerpunkt auf Porosität, Schichtdicke und Partikelgröße sowie auf Betriebsparametern liegt. Fortschrittliche Trockenbeschichtungs- und Granulierungsverfahren ermöglichen eine skalierbare, PFAS-freie Elektrodenproduktion mit einem Materialkostenpotenzial von deutlich unter 50€/kWh, das durch weitere Optimierung potenziell auf 20€/kWh gesenkt werden kann. Die entwickelte Zellenarchitektur ist modular und recycelbar und unterstützt damit die zukünftige industrielle Produktion sowie die Kreislaufwirtschaft.
Die Wirksamkeit dieser Materialien und Verfahren wurde sowohl in kleinen Testzellen als auch in großformatigen Prototypen nachgewiesen. In Zyklustests wurde eine wettbewerbsfähige Kapazitätserhaltung erreicht, und einige fortschrittliche aktive Materialien weisen selbst nach Tausenden von Zyklen noch eine Erhaltung von über 80 % auf. Darüber hinaus wurden ein Konzept für eine Produktionslinie sowie eine technisch-wirtschaftliche Bewertung entwickelt. Machbarkeitsstudien mit Industriepartnern ebnen den Weg für die Produktion von Natrium-Ionen-Batterien in Baden-Württemberg.