Christopher Hebling zum Honorarprofessor an der University of Cape Town ernannt

6.11.2019

Christopher Hebling, Bereichsleiter Wasserstofftechnologien am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, ist zum Honorarprofessor im Bereich Chemieingenieurwesen an der Fakultät für Ingenieur- und Bauwesen der University of Cape Town (UCT) ernannt worden. Für die Dauer von zunächst fünf Jahren wird er neben Forschung und Lehre die Kooperation zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und der südafrikanischen Wissenschaftscommunity in den Bereichen Wasserstoff- und Solartechnologien vorantreiben.

Christopher Hebling
© Fraunhofer ISE

Prof. Dr. Christopher Hebling.

Das Fraunhofer ISE und die University of Cape Town hatten im Februar 2018 durch ein von Prof. Dr.-Ing. habil. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, unterzeichnetes Memorandum of Understanding die Zusammenarbeit im Bereich Wasserstofftechnologien vereinbart. Hebling wird während seiner Honorarprofessur die wichtigsten Kooperationsziele des Abkommens – Prozessentwicklung, Katalyse, Wasserstofftechnologien, synthetische Chemikalien und Kraftstoffe und Niedertemperatur PEM-Brennstoffzellen – vorantreiben. Dazu wird insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Institute for Catalysis an der UCT verstärkt. Darüber hinaus berät Christopher Hebling die Fakultät im Hinblick auf einen möglichen zukünftigen Forschungsschwerpunkt im Bereich der nachhaltigen Energietechnologien und unterstützt die UCT bei der Vernetzung mit weltweit führenden Institutionen in den Bereichen Wasserstoff- und Solarenergietechnologien.

»Wir freuen uns, dass unser Kollege Christopher Hebling mit seiner ausgezeichneten internationalen Vernetzung sowohl in der wissenschaftlichen Community als auch in der Industrie die Forschung zu neuen Energietechnologien in Südafrika voranbringen kann«, so Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Institutsleiter des Fraunhofer ISE. Die University of Cape Town ist im Ranking die an Nummer eins platzierte Universität der etwa 800 gelisteten Universitäten Afrikas.

Prof. Dr. Christopher Hebling studierte Physik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und arbeitete nach seinem Diplom im Bereich Siliciumsolarzellen am Fraunhofer ISE. Nach seiner Promotion zum Thema »Die kristalline Silicium-Dünnschichtsolarzelle auf isolierenden Substraten« 1998 an der Universität Konstanz gründete er 1999 die Gruppe »Micro Energy Technology« am Fraunhofer ISE. Ab 2001 leitete er die Abteilung Energietechnologien, seit 2011 den Geschäftsbereich Wasserstofftechnologien. Als Conference Chair, Jurymitglied, Berater oder Beiratsmitglied engagiert sich Prof. Dr. Christopher Hebling in zahlreichen nationalen und internationalen Verbänden und Konferenzen zu Wasserstofftechnologien und integrierten Energiesystemen.

Intensivierung der Zusammenarbeit

Die Fraunhofer-Gesellschaft strebt eine intensivere wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Südafrika an. So wird an der Universität von Stellenbosch ein Fraunhofer Project Center aufgebaut. Im Januar 2019 vereinbarten die Universität von Stellenbosch und das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST, das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB und das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB die Zusammenarbeit im Projekt WASTEC (water supply technologies for desalination and microbial control in food production for Africa). Darin entwickeln die Partner Verfahren zu Wasseraufbereitung und -nutzung, um Lösungen für die Wasserversorgungsprobleme in Südafrika und den Sub-Sahara-Staaten zu erarbeiten.