»Solar for All« Wettbewerb verhilft 45.000 Indern zu sauberem Strom

7.11.2018

Der internationale Wettbewerb »Solar for All«, initiiert von der Canopus Stiftung in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, hatte 2016 zwei Unternehmen als Gewinner ausgewählt, die Strom in ländliche Gebiete Indiens bringen. Der Gewinn für beide Unternehmen ist ein Darlehen in Höhe von 200.000 Euro zur Finanzierung ihrer Projekte. Die Crowdfunding-Kampagne für eines der Projekte läuft noch.

© Canopus Foundation

»Solar for All« Preisverleihung 2016: v.l.n.r.: Peter W. Heller (Canopus Foundation), Marilyn Heib (bettervest), Sandeep Pandey (Mera Gao Power), Rustam Sengupta (Boond), Simran Grover (Boond), Mayank Singh (Boond), Nikhil Jaisinghani (Mera Gao Power), Tarun Kalra (Boond), Eicke R. Weber (Fraunhofer ISE).

Den ersten Platz bei »Solar for All« 2016 belegten die beiden  Unternehmen Mera Gao Power und Boond Engineering. Beide Unternehmen konnten die internationale Jury mit den Konzepten für eine solare Insellösung im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh überzeugen.

Beide Gewinner erhielten eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung in Höhe von 200.000 Euro. Die Finanzierung des ersten Gewinners, Mera Gao Power, ist abgeschlossen und das Unternehmen hat mit der Umsetzung bereits rund 40.000 Menschen an eine nachhaltige Stromversorgung angeschlossen, verteilt über mehr als 250 Dörfer in Nord-Indien.

Aktuelle Crowdfunding Kampagne des zweiten Gewinners

Mit der Crowdfunding-Kampagne des zweiten Gewinners Boond Engineering sollen weitere 960 Haushalte, also 5.760 Menschen an eine nachhaltige Stromversorgung angeschlossen werden.

Das Konzept von Boond sieht vor, dass 24 Microgrids in netzfernen, nordindischen Ortschaften eingerichtet werden. Ein einzelnes dieser Microgrids kann 40 Haushalte mit Energie versorgen. Der Strom wird mittels Solaranlagen generiert und in einer Batteriebank gespeichert. Auf diese Weise können die Haushalte die Energie auch nachts nutzen. Die Kunden bezahlen mit einem Energy Stick mittels einem Pay-As-You-Go (PAYG) System. Dieses kann auch in geografisch abgelegenen Regionen, die über kein Mobilfunknetz verfügen, eingesetzt werden.

Die Crowdfunding-Kampagne des zweiten Gewinners ist aktuell auf bettervest.com zu finden und es kann ab 50 Euro in das Projekt investiert werden.

Mehr Information zu den Preisträgern, ihren Projekten sowie zur aktuell noch laufenden Crowdfunding-Kampagne sind in der jüngsten bettervest Presseinfo zu finden.