SCOPE – Projektdatenumgebung und Modellierung multifunktionaler Bauprodukte mit Fokus auf die Gebäudehülle

Softwareunabhängig-verlustfreie Projektdatenumgebung und föderal-selbstbeschreibende parametrische Modellierung multifunktionaler Bauprodukte auf Basis des Semantic Web mit Fokus auf die Gebäudehülle

Laufzeit: Juni 2018 - Mai 2021
Auftraggeber / Zuwendungsgeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)
Kooperationspartner: Ed. Züblin AG, TU Darmstadt
Webseite: www.projekt-scope.de
Projektfokus:

Logo des Forschungsprojekts SCOPE

Eine Herausforderung des Building Information Modeling (BIM) ist es, die nötigen Details verfügbar zu haben, ohne dass die Bearbeitung dadurch zu langsam wird. Das neue Konzept von Rule-Based Views (RBV) und der plattformunabhängiger Datenhaltung ermöglicht es, genau jene Daten in die Anwendung zu laden, die benötigt werden. Während die meisten BIM-Formate gleichzeitig viele unnötige Variablen haben, während andere Variablen fehlen, bieten Semantic Web Technologien die Chance, alle verfügbaren Produktdaten bereitzustellen, so dass sie leicht gefunden werden können.

Innovative, multifunktionale Fassadenelemente können für Gebäude der Zukunft Schlüsselrollen im Hinblick auf minimalen Primärenergiebedarf und hohen Nutzerkomfort einnehmen: Neben typischen Funktionen können sie z.B. regenerative Energiequellen nutzen oder zur Belüftung des Gebäudes beitragen. Die Integration in Bauprozesse kann durch den Einsatz von derzeit zur Verfügung stehenden Methoden des Building Information Modeling (BIM) aufgrund eingeschränkter Interoperabilität nur unzureichend gewährleistet werden. Unter anderem wird eine auf Webtechnologien basierende, föderal-selbstbeschreibende Datenbank für virtuelle Gebäudehüllkomponenten entwickelt, um die Verwendung multifunktionaler Fassadenelementen bei Planung, Errichtung und Betrieb deutlich zu erleichtern. Dies kann auch auf andere Baukomponenten angewendet werden, insbesondere wenn sie gewerkeübergreifende Multifunktionalität aufweisen. Neben der virtuellen Produktdatenbank werden auch die Methode der Rule-Based Views (RBV) weiterentwickelt, die es ermöglicht, mit dem für Fassadenkomponenten typischerweise hohen Detaillierungsgrad umzugehen, ohne die Performanz der IT-Programme zur Weiterverarbeitung zu beeinträchtigen. Hierzu erforderliche Daten und Methoden werden in einer auf Webtechnologien basierenden Projektplattform vereint werden. Die Produktdatenbank, die Werkzeuge zur Modellverarbeitung und eine Projektplattform werden in Pilotanwendungen mit assoziierten Partnern in der Praxis getestet werden.