Klimaschutz-Straßenbahn macht in Freiburg auf Erderwärmung aufmerksam

10.9.2019

Seit heute ist in Freiburg im Breisgau eine Straßenbahn unterwegs, die die lokale Ausprägung der Erderwärmung anschaulich macht: das sogenannte »Warming Stripes«- Design zeigt die Jahresdurchschnittstemperaturen für Freiburg von 1900 bis 2018 in Farbtönen von dunkelblau (7,7°C) bis dunkelrot (12°C). Auf einen Blick können Einwohner und Besucher der Stadt so die zunehmende Häufigkeit warmer und heißer Jahre erkennen. Diese Temperaturstreifen sind ab heute auf der Energiedaten-Plattform »Energy Charts« für alle Stationen des Deutschen Wetterdienstes verfügbar.

Einweihung der Klimastreifen-Tram
© Fraunhofer ISE

v.l.n.r.: Dr. Thorsten Radensleben (Vorstand Badenova), Prof. Bruno Burger (Fraunhofer ISE), Bürgermeisterin Gerda Stuchlik, OB Martin Horn, Oliver Benz und Stephan Bartosch (Vorstand VAG).

Die Idee der »Warming Stripes« stammt vom britischen Klimaforscher Ed Hawkins und wurde vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE für die »Energy Charts« übernommen. »Ich war sofort begeistert von den Warming Stripes und wollte sie auch für die deutschen Bundesländer und die Städte verfügbar machen, so dass jeder sehen kann, wie der Klimawandel die Temperatur vor der eigenen Haustür verändert«, erklärt Prof. Bruno Burger vom Fraunhofer ISE, der die Energy Charts ins Leben gerufen hat. Bislang waren die Temperaturstreifen nur für die einzelnen Bundesländer verfügbar, nun können sie für über 1000 Stationen des Deutschen Wetterdienstes abgerufen werden. Auch andere Messdaten (Windgeschwindigkeit und -richtung, Solarstrahlung global und diffus, Lufttemperatur und -feuchte) können für einzelne Stationen angezeigt und miteinander verglichen werden.

Temperaturstreifen – hier für Deutschland
© Fraunhofer ISE

Die Temperaturstreifen – hier für Deutschland – zeigen die mittlere Lufttemperatur in Farbtönen an, die Farbskala reicht von 6,6°C in 1940 (dunkelblau) bis 10,5°C in 2018 (dunkelrot). energy-charts.de

Tram
© Fraunhofer ISE
Tram
© Fraunhofer ISE
Tram
© Fraunhofer ISE