Deutsch-kroatische Kooperation bei Photovoltaik

31.1.2019

Die kroatische Ministerin für Regionalentwicklung und EU-Förderung Frau Gabrijela Žalac besuchte am 28./29. Januar 2019 gemeinsam mit dem kroatischen Botschafter in Deutschland, Herrn Dr. Gordan Grlić, und Herrn Generalkonsul Ivan Sablić das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. Hintergrund ist eine geplante Kooperation auf Forschungs- und Entwicklungsebene einerseits, aber auch die Ansiedlung einer vollintegrierten Photovoltaik-Fertigung (10GW - GreenFAB) in Kroatien im Kontext regionaler Entwicklung.

© Fraunhofer ISE

v.l.n.r.: Generalkonsul Ivan Sablić, Kroatisches Generalkonsulat Stuttgart, Prof. Dr. Volker Wittwer, Chief Advisor to Directors Fraunhofer ISE, Dr. Andreas Bett, Institutsleiter Fraunhofer ISE, Gabrijela Žalac, Ministerin für Regionalentwicklung und EU-Förderung der Republik Kroatien, Dr. Gordan Grlić, Kroatischer Botschafter in Deutschland, Prof. Dr. Hans-Martin Henning, Institutsleiter Fraunhofer ISE, Zeljko Selak, Geschäftsführer Vallis Solaris Kroatien.

Der Besuch von Ministerin Žalac am Fraunhofer ISE stellt einen wichtigen Schritt dar für das seit einigen Jahren in Vorbereitung befindliche Projekt »Vallis Solaris Kroatien«. Im Gespräch mit den Fraunhofer ISE Institutsleitern Prof. Dr. Hans-Martin Henning und Dr. Andreas Bett sowie den am geplanten Projekt beteiligten Wissenschaftlern wurden weitere Schritte zur Konkretisierung der deutsch-kroatischen Kooperation ausgetauscht.

Programm mit drei Kernkomponenten

Die Kooperation des Fraunhofer ISE mit kroatischen Universitäten und Instituten hat das Ziel des Technologietransfers – hier sind insbesondere Projekte im Bereich smarter Systeme wie smart cities, smart islands, smart ports und Anwendungen mit Photovoltaik, wie Bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) und Agrophotovoltaik vorgesehen.

Weiterhin soll eine voll integrierte Produktion von Photovoltaikmodulen aufgebaut werden, vom Material über Wafer und Zellen bis hin zu Modulen sowie Wechselrichtern und Systemkomponenten. In der Endphase des Projekts soll auch eine Silicium- und Solarglasproduktion entstehen. Auch Transfer und Ansiedlung von Technologien zu elektrischer Energiespeicherung sowie die Produktion von stationären und mobilen Batteriesystemen in Kroatien stehen auf der Agenda.

Ein »Memorandum of Understanding« mit der kroatischen Regierung zur Unterstützung der Projektrealisierung ist in Vorbereitung und für März zur Unterzeichnung vorgesehen.