Best Practice Award für Verbundprojekt HighCon

11.9.2019

Das Verbundprojekt »HighCon- Resource recovery from concentrates arising from industrial water use« ist auf der 3. IWA International Resource Recovery Conference in Venedig von der International Water Association mit einem »Best Practice Award« ausgezeichnet worden. Das Projektkonsortium entwickelt innovative, mehrstufige und selektive Methoden zur Wiederverwendung von Industrieabwässern unter Verwendung von Membranverfahren. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE beteiligt sich mit Know-How zu den Technologien Membrandestillation und Elektrodialyse an dem Projekt und hat während der Demonstrationsphase acht Monate lang die Prozesskette in seinem neuen Wassertechnikum in Freiburg betrieben.

© IWA

Von links nach rechts: Diane d'Arras (IWA-Präsidentin), Malena Kieselbach (TU Berlin), Sven-Uwe Geißen (Projektkoordinator, TU Berlin), Willy Verstraete (IWA Resource Recovery Cluster und Jury-Vorsitzender) und Ilje Pikaar (IWA Resource Recovery Cluster), bei der Preisverleihung.

 

Am Fraunhofer ISE wurden ursprünglich Technologien für die solar betriebene Meer- und Brackwasserentsalzung entwickelt, im Projekt »HighCon« kommen sie nun zur Wertstoffrückgewinnung und Behandlung von Salzkonzentraten aus Industrieabwässern zum Einsatz. Die Wiederverwendung von Industrieabwässern erlaubt Einsparungen beim Wasserverbrauch von 50 bis 95 Prozent, zudem reduziert die Rückgewinnung von Salzen aus Industriekonzentraten die Belastung der Umwelt sowie die Entsorgungskosten. Sie sind außerdem eine wertvolle Ressource, die an andere Industrien verkauft werden kann. Das HighCon-Konsortium strebt einen komplett geschlossenen Kreislauf für industrielle Abwässer an.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Vorhaben wird vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut und von der Technischen Universität (TU) Berlin, Fachgebiet Umweltverfahrenstechnik, unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Sven-Uwe Geißen koordiniert. Weitere Partnern sind die WEHRLE Umwelt GmbH, die SolarSpring GmbH, die Terrawater GmbH, die DEUKUM GmbH, die DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und die DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut des Karlsruher Instituts für Technologie.