Thaddäus Weniger erhält Studienpreis des DVGW

12.11.2018

Für seine Bachelorarbeit zum Thema »Labortest einer Netzdienlichen BHKW Regelung« wurde Thaddäus Weniger von der TU Bergakademie Freiberg Ende Oktober 2018 auf dem Kongress »gat | wat 2018» mit dem Studienpreis des Deutschen Verbands des Gas- und Wasserfachs (DVGW) ausgezeichnet. Thaddäus Weniger hat seine Arbeit vom Dezember 2016 bis zum August 2017 in der Gruppe Intelligente Netze und Netzintegration am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE geschrieben.

© DVGW/Heckmann

DVGW-Vizepräsident Jörg Höhler übergibt den Studienpreis an Thaddäus Weniger von der TU Bergakademie Freiberg.

»Dezentrale Kraft-Wärme-Kopplungen in Verbindung mit thermischen Speichern sind flexible Verbraucher, die alternierend zu fluktuierenden erneuerbaren Energiequellen einspeisen können. Thaddäus Weniger hat in seiner Arbeit einen adaptiven Algorithmus für die Steuerung von KWK-Anlagen entwickelt. Damit kann der Anteil dezentraler Erzeugung erheblich gesteigert werden«, erläutert Dr. Bernhard Wille-Haußmann, Gruppenleiter Elektrische Netze und Energiemanagement am Fraunhofer ISE, der die Arbeit betreute.

Die von Thaddäus Weniger Im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelte Regelung ermöglicht den Einsatz von Heizsystemen zur Verbesserung der Netzstabilität innerhalb eines Quartiers. In diesem Zusammenhang wurde eine Potenzialanalyse unter Berücksichtigung der Randbedingungen (Netzzustandsverlauf und Lastverläufe) durchgeführt, um den möglichen Effekt einer netzdienlichen Regelung des Heizsystems abschätzen zu können.

In einer Simulationsstudie wurden drei verschiedene Szenarien untersucht, wobei unterschiedliche Betriebsarten des Heizsystems (bestehend aus Blockheizkraftwerk, Heizstab und thermischem Speicher) angenommen wurden. Die von Thaddäus Weniger entwickelte Regelung reagierte bei starken Abweichungen von der Nennspannung am Netzknoten durch Betrieb des Heizstabs oder des BHKWs (bei Über- bzw. Unterspannung). Für den Test in einer Laborumgebung wurde die Regelung in der am Fraunhofer ISE entwickelten Simulationssoftware ColSim implementiert. Die entwickelte Regelung war in der Lage, den Wärmebedarf zu decken und bei starken Spannungsschwankungen netzdienlich zu reagieren.