News #12

Studie zu Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenzialen der Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland gestartet

Der Hochlauf der strombasierten Wasserstoffwirtschaft eröffnet Ostdeutschland vielfältige Chancen für Wertschöpfung und Arbeitsmarkt. Um diese Potenziale gezielt zu analysieren und sichtbar zu machen, hat die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) e.V. gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und dem WifOR Institute eine umfassende Studie gestartet. Sie untersucht die Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale der Wasserstoffwirtschaft in den neuen Bundesländern.

© Fraunhofer ISE / KI generiert
Das Fraunhofer ISE beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit Elektrolyseuren zur Gewinnung von grünem Wasserstoff.

Im Fokus der IWO-Studie stehen dabei die globalen Absatzpotenziale ostdeutscher Technologieunternehmen im Kontext der Elektrolysetechnologien. Auf Basis einer umfassende Technologie- und Akteursanalyse werden bestehende Kompetenzen der Unternehmen in Ostdeutschland ermittelt und ihre möglichen Wertschöpfungsanteile an einem globalen Markt in der Zukunft abgeschätzt. Darauf aufbauend werden die potenziellen Arbeitsmarkteffekte abgeleitet. Zusätzlich untersucht die Studie die Resilienz industrieller Wertschöpfungsketten im Kontext europäischer Technologiekompetenz.

Die IWO hat für diese Aufgabe das WifOR Institute und das Fraunhofer ISE an Bord geholt. »Wir wollen zeigen, welche technologischen Kompetenzen in Ostdeutschland bereits vorhanden sind und wie sie gezielt ausgebaut werden können«, sagt Stefan Aschbrenner, Projektleiter am Fraunhofer ISE.

Das WifOR Institut ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut. Es ist spezialisiert auf volkswirtschaftliche Analysen und übersetzt diese in Entscheidungsgrundlagen für Wirtschaft und Politik.

Wasserstoff als Treiber für Entwicklung

Mit der Studie will die IWO eine evidenzbasierte Basis für die Industrie- und Fachkräftepolitik im Kontext der Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland schaffen. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie Ostdeutschland seine bestehenden Kompetenzen strategisch ausbauen und sich als Schlüsselregion des europäischen Wasserstoffhochlaufs etablieren kann. Die Ergebnisse werden im Spätsommer 2026 vorgestellt.

Die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland e.V. (IWO) ist die gemeinsame Plattform der sechs Bundesländer im Osten Deutschlands, um die Wasserstoffwirtschaft länderübergreifend voranzutreiben. Sie bündelt die regionalen Expertisen und Stärken aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Bund unterstützt die Initiative als Netzwerkmitglied. 

Letzte Änderung: