News #18

Heizkostenvergleich: Wärmepumpen und Fernwärme sind langfristig günstiger als Gasheizungen mit „Bio-Treppe“

Das Ergebnis einer aktuellen Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE: In Privathaushalten sind Wärmepumpen und Fernwärme über den Lebenszyklus hinweg in der Regel deutlich günstiger als Gasbrennwertheizungen – zumal Gasheizungen künftig steigende Anteile sogenannter grüner Gase gemäß der geplanten „Bio-Treppe“ nutzen müssen. Dies sieht zumindest der Entwurf des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) vor.

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Forscher vom Fraunhofer ISE haben verschiedene Heiztechnologien verglichen, darunter Wärmepumpen.

Die Analyse im Auftrag der MVV Energie AG vergleicht beispielhaft die Gesamtkosten für Heizung und Warmwasser über 20 Jahre in einem Ein- und in einem Mehrfamilienhaus. In allen betrachteten Szenarien liegen die Gesamtkosten für Gasheizungen mit Biogasanteilen durchweg über denen für Wärmepumpen oder Fernwärme. Die Kosten können im beispielhaften Einfamilienhaus je nach Technologie bis zu 49.000 Euro variieren – bei einer Laufzeit von 20 Jahren ab 2026.

„Unsere Studie zeigt: Wer heute in eine neue Heizung investiert, fährt mit Wärmepumpen oder Fernwärme in den allermeisten Fällen wirtschaftlicher als mit gasbasierten Lösungen – insbesondere mit Blick auf steigende Anforderungen und Kosten bei grünen Gasen“, sagt Robert Meyer, Projektleiter am Fraunhofer ISE.

Individuelle Beratung beim Heizungstausch notwendig

Langfristig erwarten Fachleute steigende Preise für Biomethan und andere grüne Gase. Grund dafür sind die Abhängigkeit von globalen Märkten und Importen, steigende Infrastrukturkosten und politischen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig ist absehbar, dass sich die Kostenstruktur der Gasnetze verändert: Sinkende Anschlusszahlen können zu steigenden Netzentgelten führen.

Die Studie macht deutlich, dass die tatsächlichen Kosten stark von lokalen Rahmenbedingungen abhängen. Faktoren wie Gebäudegröße, energetischer Zustand oder lokale Infrastruktur beeinflussen die Wirtschaftlichkeit. Entsprechend groß sind die Bandbreiten bei den Investitions- und Betriebskosten. 

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