iURBAN – Intelligent iURBAn eNergy tool

Laufzeit: Oktober 2013 - September 2016
Auftraggeber / Zuwendungsgeber:
European Union's Seventh Framework Program for Research, technological development and demonstration
Kooperationspartner: Sensing & Control Systems S.L. (S&C), Spanien; Vitrociset spa (VITRO), Italien; Integrated Environmental Solutions Limited (IES), Großbritannien; Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (ALU-FR), Deutschland; Energy Agency of Plovdiv Association (EAP), Bulgarien; EVN Bulgaria Toplofikatsia EAD (EVN TP), Bulgarien; Grad Rijeka (RIJEKA), Kroatien; Energo d.o.o. (ENERGO). Kroatien
Webseite: http://www.iurban-project.eu/
Projektfokus:
© Fraunhofer ISE

iURBAN teaser für Verbraucher.

© Fraunhofer ISE

iURBAN teaser für Verbraucher II.

© Fraunhofer ISE

Was macht iURBAN?

Der gesellschaftliche Druck, Energie effizienter zu nutzen und die aufkommenden neuen Wege der Energieversorgung in Städten erfordern eine zunehmend aktive Rolle des Verbrauchers. Dabei soll Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) unterstützend eingesetzt werden, um diese aktive Rolle zu fördern und dem Verbrauchern zu ermöglichen, durch detailliertere Informationen Energie besser bzw. effizienter zu nutzen. Im Projekt »iURBAN«hat das Fraunhofer ISE getestet, inwieweit diese Annahme generell zutrifft und welche IKT- und Nicht-IKT-Maßnahmen die Nutzer unterstützen, sich in die Energieeffizienzthematik bei Wärme und Strom einzubringen.

»iURBAN« ist ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, das Energiemanagement für Smart Cities und deren Bevölkerung inklusive Haushalte, Kleinenergieerzeuger (Prosumer), öffentliche Gebäude, Stadtverwaltungen und Energieversorgungsunternehmen zu verbessern. Es stellt hierfür zwei entscheidungsunterstützende Werkzeuge zur Verfügung, die in den Pilotstädten Rijeka (Kroatien) und Plovdiv (Bulgarien) realisiert und getestet wurden.

Obwohl das Projekt sehr technisch ist und die Nutzung von Hard- und Software beinhaltet, wurde es als interdisziplinäres Vorhaben mit Verhaltensforschung und Business-Modell-Entwicklung, inklusive Forschungs- und Industriepartner, durchgeführt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass während der gesamten Projektspanne und der Analyse der Nutzerbefragungen und Interviews mit Projektpartnern und Experten, durchgeführt vom Fraunhofer ISE, der entscheidende Aspekt um Verhaltensänderungen hervorzurufen, nicht notwendigerweise die technische Infrastruktur, sondern die persönliche und informelle Interaktion mit den Verbrauchern war.

Während die iURBAN-Nutzer in allen Phasen der Projektentwicklung partizipieren konnten und dies auch taten, war die eigentliche Nutzung der IKT-Systeme am Ende doch eher gering. Insgesamt ist es daher noch immer fraglich, wie aktiv die Rolle des Kunden wirklich sein wird und welche Maßnahmen Verhaltensänderungen zu höherer Energieeffizienz unterstützen.

Empfehlungen sind:

  • Permanent sichtbare Informationen wie z.B. Apps oder Computer-Widgets als auch papierbasierte Informationen, um die Zugänglichkeit zu den Informationen so einfach wie möglich zu gestalten (im Gegensatz zu einem Log-in Prozess auf einer Website).
  • Weniger ist mehr: Insgesamt ist die Bevölkerung wenig an Energievisualisierungen interessiert, und daher empfiehlt es sich einfache Entscheidungshilfen anzubieten, wie z.b. rot-grün Leuchten im Gegensatz zu detaillierten, zeitlich-hoch aufgelösten Verbrauchsgrafiken (dies nur als Zusatzoption), trotz der wachsenden Datenverfügbarkeit durch Smart Meter
  • Erhöhung der Automatisierung der Haushaltsgeräte und damit den Kunden eine passive Rolle zugestehen (im Gegensatz zu aktiverer Teilnahme)
  • Einsatz von nicht-technischen Maßnahmen und Kampagnen, um den Kunden/Verbraucher direkt zu erreichen, Vertrauen aufzubauen und deren Energiekonsumverhalten zu beeinflussen

Weitere Informationen zu diesem Forschungsprojekt: