Solarzellen aus organischen Halbleitern bieten im Vergleich mit schon etablierten Solarzellentechnologien viel versprechende Möglichkeiten. Die größten Potentiale der organischen Solarzellen liegen in den zu erwartenden niedrigen Produktionskosten und der mechanischen Flexibilität. Diese beiden Charakteristika ermöglichen für Solarzellen vollkommen neu artige Anwendungen. Derzeit sind noch grundlegende Forschungsarbeiten notwendig, um die Voraussetzungen für eine Kommerzialisierung organischer Solarzellen zu schaffen.
Herstellungskosten, Effizienz und Langzeitstabilität sind die wichtigsten Faktoren für den Einsatz und die Verbreitung von Solarzellen. Die Forschungsschwerpunkte am Fraunhofer ISE sind darauf ausgerichtet, dieses Ziel zu erreichen.
Erste potenzielle Anwendungen organischer Solarzellen sehen wir in der Energieversorgung mobiler Kleingeräte. Weitere mögliche Anwendungen sind die Versorgung energieautarker Mikrosysteme und Sensornetzwerke und die Integration in einfache elektronische Schaltungen basierend auf organischen Halbleiterbauelementen. Der Beitrag organischer Solarzellen zu einer nachhaltigen Energieversorgung ist das langfristige Ziel unserer Arbeiten.
Die Entwicklung neuartiger Solarzellenkonzepte stellt einen Schwerpunkt unserer Arbeiten dar. Ziele sind die Steigerung des Wirkungsgrades und die Minimierung der Herstellungskosten durch die Verwendung kostengünstiger Materialien und effizienter Herstellungstechnologien. Ein hohes Potential zur Steigerung des Wirkungsgrades steckt in neuen Materialien und Materialsystemen. In enger Zusammenarbeit mit Materialentwicklern identifizieren und optimieren wir geeignete Materialsysteme. Untersuchungen der Langzeitstabilität stellen einen weiteren Schwerpunkt dar. Unter definierten Alterungsbedingungen untersuchen wir sowohl die Einzelkomponenten organischer Solarzellen, als auch Versiegelungsmaterialien und Alterungsprozesse.