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Meldungen 2012

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Grafik 1 -Tatsächliche und geplante Stromproduktion am Sonntag, den 08.05.2011Grafik 2 -Tatsächliche und geplante Stromproduktion am Montag, den 09.05.2011Grafik 3 - Tatsächliche Stromproduktion in der Kalenderwoche 18- 2011Grafik 4 - Tatsächliche Stromproduktion im Mai 2011

Solaranlagen liefern Spitzenlaststrom

Statement Prof. Bruno Burger, Fraunhofer ISE
Freiburg, Juni 2011 (letztes Update: Januar 2012)

Freiburg. – Das komfortable Klima der vergangenen Wochen lockte viele ins Freie. Aber nicht nur Sonnenhungrige profitieren von dem schönen Wetter, auch Solaranlagen arbeiten jetzt besonders gut und leisten einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Stromversorgung. Grafiken der Leipziger Strombörse EEX zeigen, dass – je nach Wetterlage – über Mittag bis zu 13,2 Gigawatt (GW) Leistung in das öffentliche Stromversorgungsnetz eingespeist werden. Das entspricht der Nettoleistung von bis zu
zehn Kernkraftwerken.

Damit entlasten Solaranlagen den konventionellen Kraftwerkspark deutlich und vermindern den Bedarf an Spitzenleistung aus konventionellen Kraftwerken. Weil zur Zeit nur vier von 17 Kernkraftwerken in Betrieb sind, spielen Solaranlagen eine wichtige
Rolle für eine gesicherte Stromversorgung. Sie übernehmen die Lastspitzen tagsüber, wodurch die konventionellen Kraftwerke von morgens 7:00 Uhr bis abends 22:00 Uhr fast mit konstanter Leistung gefahren werden können.

Die Grafiken 1 und 2 zeigen die geplante und die tatsächliche Stromproduktion aus Solar, Wind und konventionellen Kraftwerken am Sonntag, den 8. Mai, und Montag, den 9. Mai. Man sieht deutlich, dass die tatsächliche Produktion mit der geplanten bzw.
prognostizierten Produktion sehr gut übereinstimmt.

Die Grafiken 3 und 4 dokumentieren die Stromerzeugung im Verlauf von einer Woche bzw. einem Monat. Auch hier zeigt sich, dass die Solarenergie ein verlässlicher Stromproduzent ist und hochwertigen Spitzenlaststrom bereitstellen kann. Aus den Grafiken 3 und 4 geht ebenfalls hervor, dass an jedem Tag die komplette Mittagsspitze vom Solarstrom abgedeckt wird. Die konventionellen Spitzenlastkraftwerke werden dadurch deutlich entlastet.

Nach Ansicht von Prof. Dr. Bruno Burger vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg zeigen die Grafiken, dass der Beitrag der Solarenergie zur Stromversorgung sehr gut planbar ist. Außerdem, so der Wissenschaftler, sei der Verlauf der eingespeisten Leistung aus Solarenergie sehr stetig und weise keine schnellen Änderungen auf, wie sie beispielsweise bei Windkraft auftreten können. „Der Grund dafür ist die große räumliche Verteilung der Solaranlagen, wodurch lokale Wetterschwankungen, zum Beispiel durch Wolkenflug, sich komplett ausmitteln“, erklärt Prof. Burger.

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Prof. Dr. Bruno Burger
Leistungselektronik und Regelungstechnik
Fraunhofer ISE